Gastartikel: WordPress Plugins zum Start

WordPress verstehen

Ich freue mich, euch heute den ersten Gartartikel auf digitaleseele.at vorstellen zu dürfen, geschrieben von Nils von wphelp.de. Dieser richtet sich vor allem an WP-Anfänger.

Kaum ist WordPress installiert, steht schnell die Frage im Raum: Welche Plugins sollte ich installieren? Dazu gibt es natürlich keine allgemein gültige Antwort. Ich werde mich einfach auf gängige Standards konzentrieren, die wir meistens ebenfalls verwenden.

Backup

Eines der ersten wichtigen Themen ist aus unserer Sicht Backup. Damit stellst Du sicher, dass all die Arbeit, die du in deine Website steckst nicht verloren geht. Wie in unserem Backup Artikel geschildert, ist die Sicherung über einen Cloudservice eine ausgezeichnete Lösung. Hier bieten sich die Plugins UpdraftPlus oder BackWPup an. Beide stellen bereits in ihrer kostenlosen Grundversion ausreichend Sicherungsfunktionen zur Verfügung. Wer mehr will, kann auf die kostenpflichtigen Premiumversionen upgraden.

Spamschutz

Falls Du auf Deiner Website Kommentare, Ping- und Trackbacks zulässt, solltest du für einen guten Spamschutz sorgen, damit Du Dich nicht regelmäßig durch die Moderation von ellenlange Spamkommentare quälen musst.

Dabei ist das von Automatik (die Firma hinter WordPress) selbst angebotene Akismet Plugin zwar eine gute Lösung. Allerdings ist der ursprünglich für Einsteiger angebotene kostenfreie Plan mittlerweile zu einem „Wähle deinen Preis“ Tarif umgestellt. Der kleinste Bezahlplan liegt bei 5$ im Monat. Einen kleinen weiteren Haken gibt es: Akismet überträgt Daten, wie die IP-Adresse und die Email-Adresse zu Servern in den USA und das verträgt sich eigentlich nicht mit den deutschen Datenschutzbestimmungen.

Wir setzten selbst daher auschließlich auf Antispam Bee. Das kostenfreie Plugin erkennt über verschiedene Mechanismen recht zuverlässig Spameinträge und sortiert diese aus – ohne deutsche Datenschutzbestimmungen zu verletzen.

SEO: Suchmaschinenoptimierung

Das allgegenwärtige Plugin Yoast SEO kommt in diesem Bereich auch bei uns zum Einsatz. Die wichtigsten Funktionen sind die Anpassungen von Meta-Title und Meta-Description Tags, die Analyse der Beitragsinhalte mit umfangreichem Feedback zu Verbesserungsmöglichkeiten, das Erstellen einer Sitemap und die Integration von Open Graph Tags zur besseren Darstellung der eigenen Links in Sozialen Netzwerken. All dies ist bereits mit der kostenfreien Version nutzbar.

Einige bevorzugen als schlankere Alternative das ebenfalls kostenfreie All in One SEO Pack, das auch viele SEO Funktionen bereit stellt.

Wer seine Sitemap lieber unabhängig von den beiden SEO Plugins erstellen will, nutzt dann das beliebte Google XML Sitemaps Plugin.

Caching

Caching ist kein einfaches Thema. Aus unserer Sicht ist es wichtiger sich einen Webhoster zu wählen, der bereits gute Ladezeiten für die eigene Seite bietet. Und darauf zu achten weder über zu viele Plugins noch durch zu große Bilddateien das eigene System auszubremsen. Die Erfahrungen mit den gängigen Klassikern W3 Total Cache und WP Super Cache
lesen sich oft durchwachsen und gerade für Anfänger ist die korrekte Konfiguration kein leichtes Unterfangen.

Wir nutzen gerne WP Rocket, dessen Einstellungsbereich einfacher gestaltet ist und das mit den vorhanden Grundeinstellungen in den meisten Fällen bereits gute Ergebnisse erzielt. Leider gibt es keine kostenfreie Version.

Wenn Du Dich eingehend zu Caching Plugins informieren möchtest, dann ist Benchmarking The Best WordPress Cache Plugins auf WP Dev Shed, der aktuell ausführlichste uns bekannte Testartikel zum Thema.

Kontaktformular

Viele Premium Themes bringen schon grundlegende Funktion für Kontaktformulare mit. Wer lieber unabhängig vom Theme bleiben möchte, kann einfach das beliebte Contact Form by WPForms nutzen. Oder das für ein kostenfreies Plugin erstaunlich umfangreiche Contact Form 7, das wir ebenfalls gerne nutzen. Für Contact Form 7 gibt es sogar eine ganze Reihe an Erweiterungsplugins.

Wer über das schnöde Kontaktformular hinaus professionelle Formularfunktionen benötigt, kommt kaum an dem Mercedes der Formularplugins vorbei: Gravity Forms. Dieses Premiumplugin bietet unzählige Erweiterungen und Integrationen mit anderen Diensten wie Newsletter Services, Zahlungsanbieter, CRM-Systeme, etc.

Newsletter

Der Aufbau einer E-Mail-Liste gilt nicht zu unrecht immer noch als eine der beliebtesten Strategien zur Leser- bzw. Kundenbindung. Wer sich nicht erst in den Umgang mit einem externen Newsletterservice wie MailChimp oder dem deutschsprachigen Klick-Tipp einarbeiten möchte, findet auch gute Newsletterplugins für WordPress als Starthilfe. Während sich die Plugins MailPoet und Newsletter in der Grundversion kostenlos nutzen lassen, verwenden wir gerne das Premiumplugin Mailster. Das Plugin ist zwar kostenpflichtig, man erhält allerdings für den einmaligen Preis lebenslange Updates und einen sehr vernünftigen Funktionsumfang mit z.B. ansehnlichen Statistiken.

Page Builder

Heutzutage sind Page Builder beliebte Mittel, um als Nicht-Designer trotzdem ansehnliche Websites zu erstellen. Ein sehr solider Page Builder, den wir auch auf wphelp.de nutzen ist der Beaver Builder. Außerdem haben wir auch einige Erfahrung mit dem Divi Builder, der in das Divi Theme integriert ist. Diesem Theme haben wir übrigens eine eigene Website gewidmet: Divi.World. Beides sind allerdings kostenpflichtige Premiumplugins bzw. -themes.

Gute kostenfreie Option sind entweder Elementor oder der Page Builder von SiteOrigin.

Bevor Du Dich für die Verwendung eines Page Builders entscheidest, kannst Du in die Podcastfolge „Page Builder“ des auf Anfänger ausgerichteten Podcast capital_P reinhören. Hier werden die Vor- und Nachteile der Nutzung und was es zu berücksichtigen gilt angesprochen. Und wer es ausführlich mag, kann sich den umfangreichen Artikel von Pippin Williamson zu Gemüte führen: WordPress Page builder plugins: a critical review.

Kleine Helfer

Im Folgenden stelle ich noch ein paar Plugins im Schnelldurchlauf vor, die aus unserer Sicht kein „Muss“ sind, aber sich oft als hilfreich erweisen:

  • Duplicate Post: Um schnell eine Seite zu kopieren, falls man es austesten möchte.
  • Crayon Syntax Highlighter: Für eine ansehnliche Codeanzeige inkl. Highlightning.
  • Relevanssi: Die WordPress Suchfunktion hat noch nie viel getaugt. Mit Relevanssi erzeugt die Suche endlich ordentliche Ergebnisse.
  • Imagify Image Optimizer: Um die Größe von hochgeladenen Bilddateien automatisch optimieren zu lassen. Ist übrigens von den gleichen Entwicklern wie WP Rocket.
  • EU Cookie Law: Zur Rechtssicherheit im europäischem Raum. Wobei teilweise bereits über die Sinnhaftigkeit des sogenannten Cookie Consent diskutiert wird.

 

Fazit

Es ist schon toll wie sich WordPress mit Hilfe von Plugins flexibel aufrüsten lässt. Wichtig ist aus unserer Sicht die Konzentration auf das Wesentliche (Benötige ich die Pluginfunktion wirklich?) und ein kurzer Check wie aktiv das Plugin weiterentwickelt wird.

Wir würden uns freuen, wenn Du auch auf unserer Seite wphelp.de vorbeischaust.

 

Autoreninfo für Nils von wphelp.de

Nils von wphelp.deHallo, ich bin Nils und meinen ersten Blogartikel habe ich bereits 2006 auf einem damals mühsam selbst installierten WordPress veröffentlicht. Nach jahrelangen Erfahrungen haben mein Freund Frank und ich vor kurzem das Projekt wphelp.de gestartet. Wir richten uns an WordPress Anfänger und Einsteiger. Wir erklären Grundlagen, bieten Anleitungen und empfehlen Lösungen. Und wir freuen uns natürlich, falls du auch mal bei uns vorbeischaust.

 

Wenn dieser Artikel Euer Interesse geweckt hat, schreibt Eure Meinungen doch unten in die Kommentare und meldet Euch doch für die regelmässigen DigiNews an.

Eure
Digitale Seele

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