Heutige Grafikkarten verfügen über große Leistung. Manchmal hätte man gern mehr Leistung und denkt daran ein Upgrade der Grafikkarte durchzuführen. Stop!

Was, wenn das gar nicht nötig wäre? Grafikkarten-Hersteller müssen je Modell ein Leistungsminimum garantieren, damit eine Grafikkarte überhaupt in den Verkauf gehen kann. Somit verfügen diese Produkte über versteckte Leistungsfähigkeit, die schlicht und einfach vom Hersteller deaktiviert ist. Dieses Potential wollen wir jedoch entfesseln!

Es geht wirklich sehr einfach und erfordert nur einige wenige Einstellungen im Windows-eigenen Leistungsüberwachungsprogramm.

Verdopple die Leistung deiner Grafikkarte in wenigen Minuten um den Faktor 2

Zunächst öffnen wir unter „Zubehör“ und „Windows-Verwaltungsprogramme“ das Tool „Leistungsüberwachung“ mit Administratorrechten. Rechtsklick darauf, „Mehr“ klicken und „als Adminstrator ausführen“.

Das Fenster sieht dann so aus:

Leistungsüberwachung

Wir erstellen nun einen „Datensammlersatz“: Rechtsklick auf „Benutzerdefiniert“ –> „Neu“ –> „Datensammlersatz“

Datensammlersatz

Hiermit wollen wir sämtliche versteckten Ressource sammeln, welche die Performance unserer Grafikkarte wesentlich verbessern wird. Dazu erstellen wir den Datensammlersatz manuell. Wir können dem Datensammlersatz den Namen „Grafik“ geben zum Beispiel, um uns leichter daran zu erinnern.

manueller Datensammlersatz

Diese folgenden Einstellungen nehmen wir vor, Bild für Bild.

Sammlersatz 3

Sammlersatz 4

Hier fügen wir nun die Leistungswerte, die wir verbessern wollen hinzu.

Wir wählen hierzu aus: „RemoteFX-Grafik“

Remote-Grafik

Unter diesem Stichwort, klicken wir an „Ausgabeframes/Sekunde“. Anschließend klicken wir „Hinzufügen“.

Remote-grafik 2

Dasselbe tun wir nun auch mit „Framequalität“, und „Grafikkomprimierungsverhältnis“, welche die Qualität steigern. Danach klicken wir „OK“.

Der „Abtastintervall“ sollte gleich sein mit der Bildschirmwiederholungsfrequenz. Häufig sind das 60Hz, bei modernen Bildschirmen können das auch 144Hz sein. Anmerkung: Windows übersetzt hier „60 Sekunden“ in „1 pro Minute“. Wenn der Bildschirm nun eine Frequenz von 60Hz besitzt, dann ist ein Wert von „1 pro Minute“ in Ordnung.

Bild 8

Registrierungsschlüssel betrifft uns nicht, daher „Weiter“ klicken.

Stammverzeichnis kann das voreingestellte bleiben. „Weiter“.

„Ausführen als:“ bleibt gleich, also <Standard>. Dies so belassen.

Schlussendlich wollen wir jetzt die Eigentschaften dieses Datensammlersatzes anpassen. Hierzu „Eigentschaften für diesen Datensammlersatz öffnen“ klicken und „Fertig stellen“.

fertig

Wir wollen nun einige Keywords definieren, worauf das Leistungsüberwachungsprogramm reagiert.

keywords

Hier fügen wir hinzu: „GPU“, damit klar ist, dass wir nicht „Integrated GFX“ oder etwas anderes meinen. Dann die Bezeichnung der Grafikarte, z.B. „Nvidia GTX 750“. Und der Faktor, um den wir die Leistung erhöhen wollen. „2“: da es keinen Sinn macht, sich mit weniger zufrieden zu geben, und dieser Spielraum auch verfügbar ist.

Als Nächstes den Reiter „Stoppbedingung“ wählen.

Bei der Gesamtdauer kann man, sofern man einen wirklich sehr leistungsfähigen PC sein Eigen nennt, den Wert „5“ eintragen. Ein guter Wert ist „3“, der im Bildschirmfoto auch eingestellt ist.

Bedingung

Mit „OK“ schließen wir den Vorgang nun ab.

Wir sind fast fertig! Klicken wir nun auf den neu erstellten, benutzerdefinierten Datensammlersatz „Grafik“ (oder welcher Name auch vergeben wurde) und dann Rechtsklick auf „DataCollector01“ –> „Eigenschaften“

Bedingung 2

Der Abtastintervall sollte hier auch wieder die Bildschirmwiederholungsfrequenz des eingesetzten Monitors matchen, also ident sein mit ihr. Im Beispiel ist das 144, also 144Hz. Rechts davon „Max. Daten“: Hier stellen wir die doppelte Bildschirmwiederholungsfrequenz ein, also analog zum Beispiel 288. Das Doppelte von 144. Wir verdoppeln, weil wir als Keyword den Multiplikator „2“ wählten vorhin.

speed

Anmerkung: Nur für Bildschirme mit 60Hz Bildwiederholungsfrequenz!

Sollte der Bildschirm nur eine Bildschirmwiederholungsfrequenz von 60Hz haben, so verwendet man die Werte „1 pro Minute“ und unter Max.Daten den Wert „2“, da Windows die „60 pro Sekunde“ sowieso wieder in pro/Minute umrechnet.

übertakten

Abschließend ist es jetzt nur mehr notwendig den Computer neuzustarten. Das ist wichtig, da die Konfiguration neu geladen wird. Diese vorgenommene Konfiguration wird nun bei jedem Start automatisch geladen werden.

Nach dem Neustart kann nun ein Test durchgeführt werden, zum Beispiel mit einem Benchmark-Programm oder mit dem Lieblingscomputerspiel.

Viel Spass und viel Freude mit der erhöhten Leistung zum Null-Tarif!

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